Wortman

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Archiv für die Kategorie ‘Projekte’

Dinge, die auf Realisation warten

Fragment 1.8: Tagebuch

Geschrieben von Wortman - 14. April 2012

Die Wolken hatten sich verzogen und der Vollmond spendete genügend Licht, so dass wir unser Nachtlager ohne ein erhellendes Feuer aufbauen konnten.
Durch den letzten Fund wollten wir uns den Gebäuden lieber bei Tageslicht nähern. Die Nacht verlief sehr ruhig. Nur einmal wachte ich auf. Mir war, als hätte ich ein Geräusch gehört. Eine Art weit entferntes Summen. Es war aber sehr schnell wieder vorbei.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg. Als wir den Gebäuden näher kamen, stellten wir fest, es war eine Turmruine mit Anbau. Wir schauten uns genau um und fanden Fußspuren von zwei Menschen. Sie kamen aus dem Norden und die Spuren führten jetzt weiter Richtung Westen. Valerian wollte den Spuren nachgehen, ich hielt diesen seltsamen Ort in der Grenzzone für wichtiger.
Letztendlich teilten wir uns auf. Valerian folgte den Spuren, Giselher und ich ritten weiter in Richtung Norden. Im Laufe des Tages sollten wir den beschriebenen Ort erreichen. Valerian versprach, dass er uns morgen dort treffen würde.

Tagebuch von
Pater Ignatius
20. Juni 76 n.K

© 2012 T.R. aka Wortman

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Fragment 1.7: Tagebuch

Geschrieben von Wortman - 18. Februar 2012

Memento mortuis.²
Eorum animae inveniant viam in caelum.³
Mehr konnte ich den sterblichen Überresten nicht mitgeben.
Bis zum Mittag verlief unsere Reise ohne Komplikationen oder irgendwelche weiteren Entdeckungen. Gut eine Tagesreise waren wir jetzt von der Grenzzone entfernt. Valerian ließ es sich nicht nehmen, nach der Pause wieder voraus zu reiten. Er glaubte, es wäre sicherer so.
Giselher erzählte mir, dass sie manchmal nachts seltsame Laute, welche auch Schreie gewesen sein könnten, bei ihren westlichen Reisen gehört hatten. Er befürchtete, zwischen diesen Dingen und unserem Fund könnte es Zusammenhänge geben. Ich beruhigte ihn. Durch die große Entfernung hielt ich es für unwahrscheinlich, dass es da Zusammenhänge geben könnte. Oder?
Bei seiner Rückkehr erzählte Valerian uns, er hätte Wagen- und Fußspuren gefunden. Das machte mich stutzig. Sollten die Nordländer auf dieser Seite der Grenzzone aktiv sein? Sind es vielleicht doch keine Gerüchte, dass sie die Schuld am Verschwinden unserer Leute haben?

Zum Abend hin sahen wir in der Ferne einige Gebäude oder Ruinen. Wir beschlossen, an Ort und Stelle unser Nachtlager aufzubauen und uns den Gebäuden besser bei Tageslicht zu nähern.

Tagebuch von
Pater Ignatius
21. Juni 76 n.K

© 2012 T.R. aka Wortman

² Gedenkt den Toten.
³ Mögen ihre Seelen den Weg in den Himmel finden.
Danke an theomix für die Übersetzung.

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Chronologie des Untergangs

Geschrieben von Wortman - 11. Februar 2012

BEGINN DER ÜBERTRAGUNG
2021 – Zusammenschluss aller Länder, die Raumfahrt betreiben.
2048 – Erste bewohnbare Raumstation, um der Überbevölkerung auf der Erde entgegen zu wirken.
2053 – Durchbruch in der Antriebsforschung. Erster Tachionen-Gravitationsantrieb wird in einem Raumschiff getestet.
2057 – Gründung einer zentralen Erdregierung.
2069 – Erste Luna-Kolonie wird gegründet.
2080 – Auf dem Mond gibt es sechs Kolonien. Raumschiffe mit einem verbesserten TaGrav-Antrieb bringen innerhalb kurzer Zeit die Bausteile für die erste Kolonie auf den Mars. Die Raumschiffe fliegen mit Lichtgeschwindigkeit.
2082 – Einweihung der ersten Mars-Stadt.
2098 – Die vier Marsstädte bekommen eine eigene Regierung, die aber der Erdregierung unterstellt ist.
2099 – Kolonistenschiffe erreichen den Andromedanebel, nachdem Forschungsschiffe vor Jahren die Existenz von drei erdähnlichen Planeten gemeldet hatten.
2104 – Bisher kein Kontakt mit den Andromeda-Kolonisten.
2125 – Der gnadenlose Raubbau auf dem Mars durch Erdfirmen bringt die Marsregierung dazu, ein Embargo gegen die Erde zu verhängen.
2126 – Der Mars erklärt sich für unabhängig. Ein paar Monate später folgen die Mondkolonien dem Mars. Die Erdregierung entsendet starke Truppenverbände, da sie die Unabhängigkeitserklärungen nicht anerkennt.
2130 – Beendigung des Bürgerkrieges. Alle Mars- und Mondkolonien sowie die Raumstationen um die Erde wurden zerstört, geschätzte 1,2 Milliarden Menschen kostet dieser Krieg das Leben.
2203 – Der Hunger nach Macht und die Vorherrschaft über die Ressourcen entfacht einen Bürgerkrieg auf der Erde.
2205 – Durch den Einsatz schwerster Waffen wie z.B. Fusionsbomben wurden 87% der Erdoberfläche zerstört.
Ende der Übertragung

.

Persönliches Logbuch, 1. Koordinator Susan York, 2684 Erdzeit
Seit 10 Jahren sind wir Koordinatoren mit unseren Teams auf der Erde. Die Teams durchstreifen die alten Ruinen nach möglicherweise übrig gebliebenen Datenträgern. Alle Städte sind überwucherte Ruinen, die Menschen leben in dörflichen Gemeinschaften. Technik ist ihnen fremd, der Weltraum ist für sie verschlossen. So kann unser Raumschiff unentdeckt um die Erde kreisen.
Wir helfen den Menschen sich weiter zu entwickeln. Wir haben von Terra Nexus, unserem Heimatplaneten im Andromedanebel, Solkrit mitgebracht. Ein Kristall, der sich durch Sonnenlicht aufläd und viele Stunden sehr hell leuchtet. Die Kristalle haben wir vor 4 Jahren überall versteckt und dafür gesorgt, dass die Menschen hier sie wie zufällig finden.
Mit dem Datenmaterial, was unsere Vorfahren Ende des 21. Jahrhunderts mit nach Andromeda nahmen, konnten wir eine Zeitanalyse erstellen. Unser Bordcomputer errechnete für diese dörflichen Gemeinschaften ein Entwicklungsstadium, dass dem 15. Jahrhundert der Erde entspricht. Daher müssen wir mit unseren Hilfen auch sehr vorsichtig umgehen.

© 2012 T.R. aka Wortman

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Fragment 1.6: Tagebuch

Geschrieben von Wortman - 8. Februar 2012

Nach dem Frühstück ritten wir los. Valerian verhielt sich sehr ruhig. Das Gefundene schien ihm sehr zu beschäftigen.
Nach gut eineinhalb Stunden kamen wir an einem verfallenen Gebäude an. Es schien so etwas wie eine Lagerhalle gewesen zu sein. Valerian sagte nur, es wäre da drinnen und wir gingen durch das zerfallene Tor ins Innere.
Der Anblick verschlug mir die Sprache.
Auf der einen Seite der Wand saßen oder lagen mehrere Skelette. Das allein war schon schrecklich, aber was sich im Rest des Raumes offenbarte, überstieg fast unsere Vorstellungskraft. In der Mitte des Raumes stand ein längerer, brauner Tisch auf dem ein Skelett lag. Dahinter in der Ecke des Raumes ein Knochenhaufen menschlicher Skelette.
Ich betete zu unserem Schöpfer, dass dieses Szenario nicht das war, wonach es aussah. Was mich irritierte: Im ganzen Raum fanden sich weder Kleidung, noch Wertgegenstände oder andere Dinge.

Wir begruben die Überreste im Sand.
Wir waren uns klar darüber, dass wir ab jetzt, auf dem Weg in die Grenzzone,  weitaus vorsichtiger sein mussten.

Tagebuch von
Pater Ignatius
21. Juni 76 n.K

© 2012 T.R. aka Wortman

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