Tabletop, Fotografie um kleine Welten groß heraus zu bringen. Es ist nicht zu verwechseln mit “Stilleben”, sondern eher eine Welterschaffung im Miniaturformat.
Was wird gebraucht, was kann man benutzen?
- Hinter-/Untergründe erstellen. Vogelsand, Kies, Salz etc. zum Beispiel mit Sprayfarben bearbeiten. Kartons oder Glas bemalen/bekleben.
- Bauwerke, bizarr oder normal, können aus allerlei Materialien zusammengeklebt werden.
- Sehr fotogen ist Plastilin als Werkstoff.
- Sehr wichtig: Ein Stativ oder Tischstativ.
- Was nicht benutzt werden darf: Ein Blitz.
- Ein Diaprojektor schafft nicht nur sehr geeignetes Spotlicht, er kann auch für Rückprojektionen durch Dias oder bemalte Diagläser dienen.
- S/W-Aufnahmen sind oftmals die bessere Alternative, wenn das Motiv mehr in Schwarz- oder Grautönen gehalten wurde.
- In aufrechten Holzrahmen können Hintergrundflächen eingehängt werden. Kartons, Folien etc.
- Mit Plastilin lassen sich Aufbauten, Kulissen und Objekte befestigen. Holzklötze mit Schlitzen dienen zum Einstecken von Kartonteilen.
- Mit einer Fixativspritze lassen sich (wenn nötig) feinste Wassertropfen verteilen.
- Wasserflächen lassen sich sehr gut mit einer Glasscheibe und Fensterkitt realisieren. Den Kitt um die Scheine legen, trocknen lassen und dann Wasser hineinfüllen. Ein Fön kann eine natürliche Wasserbewegung darstellen.
- Der Fön erzeugt Wind. Mit eingesteckten Gräsern, Kupferdrähten, Papierstreifen etc. bekommt eine Szenerie eine bewegte, lebendige Unschärfe.
- Glasscheiben, mit grauer oder weißer Sprühfarbe leicht abgetönt, in mehreren Ebenen aufgestellt, geben einem Motiv einen Dunstschleier.
- Für Feuer benutzt man am Besten etwas U.hu oder Pat.tex. Der Klebstoff brennt fotografisch sehr wirksam und lange.
- Für Regen sollte man besser Garnfäden, die zwischen Leisten gespannt sind, benutzen. Richtiges Wasser kommt erst bei einem Maßstab von 1:15 zur Geltung.
Ein Tabletop-Fotograf sollte Mut zum Absurden, dem Unmöglichen oder zum gewagten Material haben. Das macht diese Fotografie so interessant.
Quelle: J. Giebelhausen, “Erfolgreiche Tabletop-Fotografie”
EDIT: Ein alter Versuch. Die Figuren sind rund 3 cm groß.

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