Wortman

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Mit ‘Aberglaube’ verschlagwortete Einträge

Der Waizenhund vom Tegernsee

Verfasst von Wortman am 12. Oktober 2009

Alte Geschichten sagen, dass bei Vollmond der Waizenhund am Tegernsee umgeht. Man sollte es tunlichst meiden, des Nachts über den See zu rudern.

Ein riesiger, schwarzer Hund mit mächtigen Krallen und Reisszähnen sowie rot glühenden, bösartige Augen. Er springt ins Boot, fixiert den Ruderer und knurrt gar gefährlich.
Am anderen Ufer springt er aus dem Boot, der Ruderer aber sinkt alsbald tot zu Boden.

(Quelle: Anna Gaubitzer, Bayerische Sagen, 2007)

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Rubrik-Info

Verfasst von Wortman am 24. September 2009

Da ich ja nun seit ein paar Monaten in Bayern lebe und nicht mehr in Norddeutschland, wird sich auch der Inhalt der Rubrik „Sagen/Aberglauben“ in nächster Zeit dem neuen Umfeld anpassen.

Der letzte norddeutsche Eintrag ging um das Heilige Meer in der Niedergrafschaft Lingen. Für meine neue Heimat stehen schon einige Orte/Begebenheiten bereit, die ich im Laufe der Zeit bereisen  und fotografisch festhalten werde.
Das sind u.a.:
Der Waller aus dem Walchensee
Die Steinerne Agnes
Der Mur vom Staffelsee
Das Birgweibl
Die Tassilo-Linde
Der Teufel vom Lusengipfel
Die Teufelsküche bei Pitzling
Das Schulerloch
Die Schranzellöcher
Der graue Stein vom Wildbarren
Der Schatz im Leeberg
Der Schatz auf dem Hohenbogen
Die Geister der Rachelburg
Die Mordau

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Bücherkauf

Verfasst von Wortman am 6. Juni 2009

Bin ich, sind wir schon büchersüchtig?
Hatte ich doch grade erst davon erzählt, dass neue Bücher gekauft wurden, kam heute per Post schon die nächste Lieferung.

Jean-Claude Bologne
„Magie und Aberglaube im Mittelalter“

Gerstenberg Verlag
„Die Pest – Geißel der Menschheit“

Hans Dollinger (Hrsg.)
„Hexen, Mönche, Rittertum“
Das große Buch vom Mittelalter

Da mein Schatz meinte, ich müsste dringend meine Englischkenntnisse verbessern bzw. auffrischen, dachte ich mir, das macht man am Besten mit einem englischen Buch:

Rex Collings
„Classic Victorian and Edwardian Ghost Stories“
Tales of Mystery & The Supernatural

Naja, und mein Ebaykauf ist auch angekommen. Wieder etwas für meine Legogeschichten:

Bilder: T.R. aka Wortman

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Das heilige Meer

Verfasst von Wortman am 12. Juli 2008

In der Stadt zwischen Freren in der Niedergrafschaft Lingen und Ibbenbüren ist das Heilige Meer gelegen, ein weiter See, zweitausendfünfhundert Schritte im Umfange, von dem sagt man, dass es weder Holz noch Schiffe auf sich schwimmen lasse. Dort hat vorzeiten ein reiches Kloster gestanden, in dem es mehr weltlich zuging als geistlich, und lebten Abt und Konvent dem Sinnengenuss sonder Ordnung und Zucht. Da ist es durch des Himmels Zorn in einer grausen Wetternacht untergegangen und ein See an dessen Stelle getreten, des Wasser ist so hell und klar, dass man an sonnigen Tagen drunten noch des Klosters Türme erblicken kann. Manche Leuten wallen noch hin und holen dieses Wasser, gleichsam als ein geweihtes, zu heiligem Gebrauch. Bei Stürmen wirft das Heilige Meer noch immer Balken und Sparren des versunkenen Klostergebäudes an die Ufer. Der vorübergehende Landmann, der solche sieht, betet ein Vaterunser oder ein Ave.

Quelle: Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853

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