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Heilpflanzen I

Posted by Wortman - 21. März 2008

Arnika
Aus den Blüten, Blättern oder Wurzeln wird eine Tinktur hergestellt. Mit dieser werden z.B. Quetschungen und Prellungen eingerieben. In einem Wickel aufgelegt hilft die Tinktur auch gegen Rückenschmerzen. Innerlich wird Arnika in kleinen Dosen gegen Erschöpfungszustände, Schock und Schwindelgefühl eingesetzt.

Baldrian
Es ist vor allem wegen seiner krampflösenden und stimmungsaufhellenden Wirkung bekannt. Auch gegen Herzrasen, Nervosität und innerer Unruhe, Magenbeschwerden, Blähungen sowie Schwindelgefühle hilft ein Extrakt aus Baldrian.

Beinwell
Die im Beinwell enthaltenen Substanzen Allantoin und Cholin fördern die Bildung roter Blutkörperchen. Das beschleunigt eine Wundheilung. Die fein gehackte Wurzel wird mit Wasser vermischt und als Kompresse auf Entzündungen, Verstauchungen, Verbrennungen oder Verbrühungen aufgelegt. Bein well darf nur äußerlich angewendet werden, da es bestimmte leicht giftige Alkaloide enthält.

Brennnessel
Brennnesselkraut reinigt das Blut. Da es sehr harntreibend wirkt, ist es auch bei Blasen- und Nierentees gebräuchlich. Zwei Teelöffel geschnittene Brennnesselblätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen (10 min ziehen lassen) ergeben einen wohltuenden Tee. Ausgepresster Saft kann, dreimal täglich genommen, zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen.

Efeu
Efeu darf nur äußerlich angewendet werden, da es giftig ist. Die frischen Blätter wirken als Kompresse oder Umschlag gegen Nervenschmerzen, Rheuma, Ischias und Cellulites. Efeublätter, in Zitronensaft eingeweicht, bekämpfen auch Hühneraugen. Als Lotion auf Stirn und Schläfen aufgetragen, lindert der Saft selbst starke Kopfschmerzen und Migräne.

Eisenkraut
Ca. 30g getrocknete Blätter, mit einem halben Liter kochendem Wasser aufgegossen, ergeben einen Tee, der den Magen beruhigt. Es hilft auch gegen Gelbsucht, Nervosität, Husten oder Menstruationsbeschwerden. Die Kelten verwendeten die Staude sogar gegen Blasensteine. Ein Sud aus 250g getrocknete Blätter mit einem Liter kochendem Wasser wirkt im Badewasser erfrischend und belebend.

Eukalyptus
Diese Blätter enthalten eine nicht unerhebliche Menge an Blausäure und sind somit in direkter Anwendung unter Umständen sogar tödlich! Der Saft der Blätter enthält äußerst wirksame ätherische Öle. Als Kapseln eingenommen oder erhitzt inhaliert, sind sie sehr gut zur Heilung von Erkältungskrankheiten und sie können auch Entzündungen der oberen Atemwege lindern.

Fenchel
Die Früchte werden bei Husten und blähungen eingesetzt. Die Knolle des Fenchels kann man als Gemüse essen. Fenchel wirkt bei Bindehautentzündungen, Blähungen, Bronchitis oder Magenproblemen. 30g zerstoßener Samen mit 1/2 Liter kochendem Wasser aufgiessen ergibt einen guten Tee. Für einen Umschlag den Samen in ein feuchtes Tuch legen und z.B. bei Entzündungen auflegen.

Ginkgo
Ginkgo hilft bei Durchblutungsstörungen des Gehirns und der Beine, bei Gedächtnisstörung oder Schwindelgefühl. Allerdings sind die Inhaltsstoffe des Ginkgos in einem Tee völlig unwirksam.

Ginseng
Wichtigster Inhaltsstoff sind die Saponine. Sie senken den Cholesterinspiegel, stärken die Immunabwehr und hemmen das Wachstum von Bakterien und Viren. Die Wurzel fördert die Verarbeitung von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett und das führt somit zu einem besseren Stoffwechsel und geregelten Verdauung.
Neueste Forschungen haben ergeben, dass Ginseng vor Krebs schützen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann.

Johanniskraut
Das Kraut wird gegen depressive Verstimmungen eingesetzt. Es wirkt positiv auf das Verdauungssystem und lässt auch Wunden und Verbrennungen schneller heilen.

Kamille
Kamille wirkt krampfstillend, entzündungshemmend und beruhigend. Ekzeme und nässende Wunden trocknet sie aus und heilt sie. Durch ihre Reizwirkung auf die Haut ist Kamille leider für manche Allergiker nicht geeignet.

Knoblauch
Nur in frischen Zehen hat das enthaltene Allicin eine antibiotische Wirkung und einen günstigen Einfluss auf Arterienverkalkung und hohen Blutdruck. Knoblauch wirkt auch appetitanregend und verdauungsfördernd. Dadurch, dass Knoblauch die Blutgerinnung leicht hemmt, kann er auch bei der Versorge gegen Herzerkrankungen eine wichtige Rolle spielen.

2 Antworten zu “Heilpflanzen I”

  1. kriegerindertraeume said

    Oh, Heilpflanzen! Als Kräuterhexe kann ich nicht widerstehen. 🙂 Danke für die Infos, obwohl ich einiges kenne. Ich habe eine menge Bücher über Heilpflanzen. Wollte eventuell in meiner Heidentum-Kategorie auch etwas über Heilpflanzen posten. 🙂 Das kommt aber erst später. Vielleicht.
    Gruß A.

    • Wortman said

      Poste ruhig was darüber. Bücher hab ich auch. Es gibt immer wieder interessante Sachen darüber und es gibt ja noch weitaus mehr heilkräftige Pflanzen.

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