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Jârlanc wil diu linde von winde sich velwen

Posted by Wortman - 29. Dezember 2008

Jârlanc wil diu linde von winde sich velwen
diu sich vor dem walde ze balde kan selwen
trûren ûf der heide mit leide man üebet
sus hât mir diu minne die sinne betrüebet.

Mich hânt sende wunden gebunden ze sorgen
diu muoz ich von schulden nu dulden verborgen
diu mit spilnden ougen vil tougen mich sêret
diu hât mîn leit niuwe mit riuwe gemêret.

Gnâde frouwe reine du meine mich armen!
lâ dich mînen smerzen von herzen erbarmen!
mîn gemüete enbind geswinde von leide!
ûz der minne fiure dîn stiure mich scheide!

Konrad von Würzburg
1225 – 1287

Wer alte Werke aus diversen Jahrhunderten mag, sollte unbedingt hier vorbeischauen.
Auf der Seite dann links „Themen und Zeiten“ anklicken.

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11 Antworten to “Jârlanc wil diu linde von winde sich velwen”

  1. Elisabeth said

    Das klingt wiederum wunderschön, leider verstehe ich nicht alles… Die Minne… war halt auch immer schon DAS Thema 🙂 Letzthin habe ich – ich glaube es waren – Niderländerinnen miteinander reden hören, das klang fast ein bisschen so 😉 und ich dachte an deine Zeilen, die du uns immer zugänglich machst und dass ein Geist davon noch erhalten ist und weiter getragen wird! Schöner Gedanke… worin gleich das Wörtchen DANKE liegt *freu*

  2. wortman said

    Ja, klingt auch schon dieses „Danke für den Gedanken“ 🙂
    Ich mag diese Sprache sehr und ich hoffe, sie irgendwann mal soweit zu kapieren, dass ich Werke in der Form schreiben kann.
    Das Problem ist: Manche Worte lassen sich z.B. nicht getreu übersetzen.
    Ich wolt du wissest min begir
    wie gar senlich verlanget mir
    min eigen hertz erkennen git

    klingt dann auf deutsch so:
    Ich wünschte, Du wüsstest von meiner Leidenschaft.
    Mein Herz gibt zu erkennen,
    wie sehnsuchtsvoll mein Verlangen ist.

  3. GunWoman said

    *Tomate-Mozzarella-mampf-und-an-Worti-denk* ^^

  4. wortman said

    IIIHHH… wie fies. Ich mag das auch 😉

  5. NiRAk said

    Ich mag solch alte Lyrik – Danke für den Link 🙂

  6. freidenkerin said

    Das liest sich ausgesprochen schön. Und auch wenn der genaue Wortlaut teilweise etwas unklar ist, läßt sich doch erfühlen, von was die Rede ist.

  7. wortman said

    @Nirak: Und ich erstmal 🙂 Da kannst du dich totlesen bei den ganzen alten Werken 😉

    @Freidenkerin: Ist auch nicht so ganz einfach es zu übersetzen. Aber die Worte haben über die Jahrhunderte nichts von ihrer Ausdruckskraft und Stimmung verloren.

  8. Elisabeth said

    Wow, tolle Sache! Eine eigene Wissenschaft – eine Leidenschaft! 🙂

  9. freidenkerin said

    Huh! Wissenschaft mit Leidenschaft!;-) Laßt das bloß keinen angestaubten Akademiker lesen! Kann man Leidenschaft eigentlich wirklich auch mit Wissenschaft betreiben? *Grins!*

  10. wortman said

    Also wenn, dann wohl eher Wissenschaft mit Leidenschaft als anders herum, Freidenkerin 🙂
    Tröste dich, ein angestaubter Akademiker könte das hier gar nicht lesen bei seinem Tempo 😉

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