Wortman

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Etwas seltsames…

Posted by Wortman - 11. Mai 2010

…ist gestern in mir vorgegangen…

Ich war froh, dass ich wieder zu Hause war. Meine Heimat wieder gesehen habe.
Was daran seltsam ist?
Ich rede nicht vom Norden, von Bremen und Delmenhorst. Ich rede von Bayern und Freising.
Als ich im Norden durch meine Heimatstadt gelaufen bin, musste ich feststellen, ich habe keinerlei Bindung mehr gefunden.
Bevor jemand meckert, es geht hier nicht um die persönliche Bindung zu meinen Töchtern oder meinem Enkel.

Kann man innerhalb von einem Jahr so sehr bajuwarisiert worden sein, dass man sich in Bayern wohler fühlt als im Norden, wo man aufgewachsen ist und den Großteil seines Lebens verbracht hat?

67 Antworten to “Etwas seltsames…”

  1. paradalis said

    Vielleicht, lieber Worti, warst du in einem früheren Leben schon mal ein Bayer.
    🙂

    Damit begründe ich meine Liebe zum Meer, zur Ostsee. Ich sage gerne, dass ich in einem früheren Leben ein Seemann war.

    🙂
    LG!

  2. Petra said

    Ich kann das absolut verstehen. Ging mir nicht anders 🙂 ruckzuck hatte ich Wurzeln geschlagen 😉

  3. theomix said

    Wie sang Udo L.? „Wo ich meinen Hut hinhäng, da ist mein Zuhause.“
    Ich finde es so unnormal nicht. Menschen, die dich freundlich in ihre Mitte aufnehmen, ein gutes Umfeld, und schon ist deine Heimat da, wo du den Lebensmittelpukt hast. Anders gesagt: Kein Grund zum Heimweh mehr da…

    • Wortman said

      Heimweh habe ich auch nicht Theomix. Früher habe ich ja schon mal fast 3 Jahre auf Fehmarn gelebt.

      Ich denke, diese „Aufnahme in die Mitte“ macht sicherlich auch einiges aus. Allein schon die Kontake usw. durch das Theater. Wenn man komplett bei 0 anfängt, dürfte das heimatliche Gefühl wahrscheinlich doch mehr in der eigentlichen Heimat liegen.

  4. Andreas said

    Willkommen Zuhause !
    Bin seit 22 Jahren nicht dort wo ich geboren und aufgewachsen bin. Kleine Bindung ist noch da, aber „Zuhause“ ist hier, von wo ich jetzt diesen Text zeuge.
    Grüße

  5. Bei mir sind es nur 40 km Entfernung zur „Heimat“, aber ich bin auch viel lieber „hier“ und möchte niemals mehr zurück! Ja, ich bin sicher, daß man dort Zuhause ist, wo man sich wohl fühlt und LEBT. 🙂 Alles andere ist eben Vergangenheit.

  6. tonari said

    Mir ging es ähnlich mit Berlin.
    Wenn ich nun in meinen alten Kulturkreis zurück komme, rolle ich innerlich mit den Augen und danke, wem auch immer, auf Knien, dass ich hier leben darf.
    Es muss eine ganz komische Laune der Natur gewesen sein, die mich d o r t hat zur Welt kommen lassen.

  7. Luiza said

    …vielleicht kommt es einfach darauf an, wo man sich am besten fühlt. ich habe schon mehrere male meine heimat gewechselt. komme eigentlich aus polen, habe hier und da gelebt, eigentlich viel gereist, lange in belgien und holland gewohnt und es hat mir überall gefallen. aber köln ist eben immer noch köln und egal wie schlecht die zeiten sind, nur das fühlt sich an wie heimat.
    habe mir aber noch nie gedanken darüber gemacht, ob sich das auch mal ändern könnte. vielleicht müsste ich dafür im lotto gewinnen und einfach mal umdenken:-)

    • Wortman said

      Da bist du ja schon ziemlich herum gekommen Luiza 🙂 Du hast mir übrigens immer noch nicht verraten, was du da derzeit auf „Montage“ eigentlich machst 😉

      Ich denke auch, mit der Zeit kristallisiert sich ein bestimmter Ort, eine bestimmte Gegend heraus, an die man immer wieder zurück kehrt.

      • Luiza said

        …ob das immer so lustig ist, will ich mal im Raume stehen lassen:-|
        Was ich mache? Nun ja. Angefangen hat´s mit einfacher Baustellentippse (Tastenluder) und ich wollte es eigentlich nur dieses eine Mal machen, weil ich gerade meinen perfekten Job bei Cybermaxx verloren habe. Dann kam aber mit glattem Übergang die nächste Baustelle und ich habe noch eine Ausnahme gemacht. Mit einigen angesammelten Erfahrungen im EMSR Bereich durfte ich dann neben dem Tastenluder noch die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme machen (Protokolle vorbereiten, Systeme zusammenstellen etc.)
        Dann kam wie durch Zufall ein Job bei Aker Kvaerner, da wollte ich immer mal wenigstens zum Tag der Industrie mal sehen gehen, was die Ingenieure so machen. Das habe ich fast 2 Jahre gemacht, aber leider war das Hauptthema Piping und nicht Elektro, also wechselte ich zu der Montagefirma, bei der ich bis Februar ca. 6 Jahre war. Inzwischen durfte ich alles machen, incl. Bauleiterersatz, Arbeitssicherheit, Inbetriebnahmeunterstützung, mechanische Abnahmen von Anlagenteilen… LEIDER hat unsere Firma meinen Gatten und mich mit all dem Stress in Holland ein bisschen im Stich gelassen und wir haben gekündigt. Jetzt bin ich als Sicherheits- und Qualitätsbeauftragte über einen der besten Personalverleiher in Deutschland bei einer weiteren renpmierten EMSR – Montagefirma in Frankfurt und trauere unserer alten Firma hinterher*g* Laufe jeden Tag ca. 16Km über 4 Etagen und Dach die Treppen rauf und runter und kontrolliere, ob alle einen Helm tragen, Sicherheitsgeschirr richtig anlegen, Checklicsten in Hebebühnen jeden Morgen ausfüllen etc…. Bei gutem Wetter ist das toll, so wie jetzt weniger und ziemlich anstrengend…
        Kannst Du damit was anfangen?
        Und was machst Du am Flughafen, wenn Du nicht fliegst???

  8. kipet said

    ins bayerische fällt man schnell rein. das ist mir nicht anders gegangen als damals die frage augsburg ja oder nein am horizont auftauchte … die bayern machen es einem aber auch leicht, nicht wahr? 🙂

  9. Wortman said

    @Luiza: Doch, da kann ich schon etwas mit anfangen 🙂

    Ich fliege ja nicht 😉 Ich bin im Außen- und Innendienst mit der Flugzeugabfertigung beschäftigt. Ich nenne mich Loader oder Abfertiger – andere sagen einfach Kofferschubser 🙂
    Bin im Außendienst für das Be- und Entladen der Flugzeuge zuständig und im Innendienst belade ich die Gepäckwagen oder Container mit dem aufgegebenen Gepäck, so dass sie an die Flieger gebracht werden können.

  10. SusiP said

    Hallo,

    ich bin ebenfalls ein Bremer Kind, mein Mann auch und als wir nach 5 Jahren das erste Mal aus unserem neuen Leben in Portugal wieder in die Geburtsfilden gereist sind, war da gefühlsmäßig nicht mehr viel und nach jeden Deutschland-Besuch sind wir wieder sehr froh nach Hause (Portugal) zu kommen. Das liegt nicht an Bremen und umzu, aber wir fühlen uns hier einfach wohler und sind zufriedener. Wollte damit nur sagen, man kann sich auf der ganzen Welt heimisch fühlen, liegt an einem selbst.

    Gruß
    Susanne

    • Wortman said

      Willkommen auf meinem Blog Susanne 🙂

      Da wirst du wohl recht haben. Wo man sich wirklich wohl fühlt, da nimmt man dann auch das Heimatgefühl an.
      Aus welcher Ecke in Bremen seid ihr denn? Wir haben zuletzt in Schwachhausen gelebt – in der Nähe vom alten Radio Bremen.

      • SusiP said

        Hallo,

        ich hab gaaaanz früher in Huchting gewohnt, dann sind wir als ich 9 war ins niedersächsische Umland gezogen und mein Mann ist in Mahndorf aufgewachsen und hat dann in Alt-Osterholz gewohnt, da wohnt sein Pa nun immer noch.

        Trotzdem „kruse“ ich immer nochmal gerne mit dem Auto durch die Stadt und genieße die Erinnerungen der Kindheit und vor allem der Jugend.

        • Wortman said

          Huchting – kenne ich ja auch gut. Ich bin in Delmenhorst geboren und aufgewachsen 🙂
          Schön, mal jemanden aus der alten Heimat im Blogland zu treffen 🙂

          • SusiP said

            Ja, find ich auch witzig, wie klein die Welt doch nun ist. Delmenhorst hab ich mal gearbeitet und was mir da in Erinnerung ist und dem trauere ich heute noch nach: Autokino!

  11. Kerstin said

    Keine Ahnung, da müsstest Dich mal mit meinem Mann unterhalten. Mittlerweile seit 3 Jahren hier und nicht nur geduldet 😉
    Er fühlt sich sauwohl hier.

    Gut er kommt aus Hessen, ein kleiner Heimvorteil 😉

    Und wir und das gute bayrische Bier habens ihm leicht gemacht *gg*

    Schön dass Du Dich wohl und heimisch fühlst!!!
    Lieben Gruß
    KErstin

  12. Wortman said

    @SusiP: Ohjaaa – das Autokino…. *träum* Was haben wir da für Sessions gemacht 😉 Waren ja fast jede Woche im Autokino 🙂

    • SusiP said

      Joh, in Delmendaddel oder in Bruchhausen-Vilsen war ich auch oft im Autokino. Ich fand das eine tolle Erfindung. So wie Kino in den eigenen 4 Wänden. Keiner knistert rum, ausser der (dem?) Lautsprecher. Und fast jedes Mal ist einer an Lautsprecher oder Heizung langgeschrappt oder noch mit dran losgefahren. Hach, nee, watt schöne Zeiten. Wenn es das wieder geben würde, ich wäre da Stammkunde.

    • Wortman said

      Ich glaube, ich würde da auch wieder Stammkunde werden. Nicht nur aus nostalgischen Gründen.
      Bei meinem Käfer damals haben wir im Sommer auf der Motorhaube gelegen und Kino geguckt 🙂 Das geht ja bei den heutigen Autos mit ihren dünnen Blechen nicht mehr 😦

      Zu Lachen gab es ja auch immer was – wenn bei Spätvorstellungen dann plötzlich Scheiben beschlugen und/oder Autos anfingen zu wackeln *g*

  13. engelchenfiona said

    ja kann man
    mir geht es hier genau so

  14. Ach, das freut mich aber sehr, Worti, dass du dich hier bei uns so wohl fühlst! 🙂 Wir haben mit dir aber auch einen sehr guten Fang gemacht. 😉

  15. schattenwanderung said

    Ohh ja das kann man,
    es fühlte sich in der neuen Heimat alles sofort richtig an. Soetwas wie ein „Zuhausegefühl“ hatte ich gut 10 Jahre nicht. Jetzt ist es richtig und als wäre es nie anders gewesen – auch wenn Hessen nicht Bayern ist.
    Das oben stehende Zitat ist wieder ausgesprochen treffend.
    Danke nochmal für den Umzugsfirmalink 🙂

  16. ich konnte mich noch nicht von meiner „heimat“ trennen. irgendwie halten mich meine wurzel hier wohl sehr fest.

  17. Pieps vom uboot said

    Heimat ist da, wo das Herz sich zuhause fühlt…. 😉

  18. claudy said

    ich wollte gerade das schrieben, was pieps schrieb: „home is where the heart is“, sagt man doch so schön 🙂

  19. Lilo said

    Ich fühle mich in Aschaffenburg heimisch – wo ich einen Großteil meiner Schulzeit verbracht und auch meine Ausbildung gemacht habe. Hier im Rheinland habe ich dieses Heimatgefühl seltsamerweise nicht in dem Ort in dem ich wohne, sondern ca. 30 km weiter in Siegburg. Schade, dass ich da so selten hinkomme..

  20. Angie said

    Das ist sicherlich davon abhängig wieviel schöne Erlebnisse und nette Menschen man dort findet. Ich fühle mich hier nach 36 Jahren immer noch nicht so wohl wie in Hamburg. Auf der anderen Seite fühle ich mich auf meinem eigenen Grundstück wohler als woanders. Ganz merkwürdig.
    Hast du viele neue Freunde gefunden und gute Anbindung an die Einheimischen? Ich glaube das ist es was das Zuhause sein ausmacht.

    • Wortman said

      Im Grunde habe ich hier weniger Freunde als im Norden. Anschluss oder Anbindung habe ich schon gefunden – allein durch die Theaterarbeit.
      Allein die Gegend zieht mich schon irgendwie in ihren Bann 🙂

  21. Mohrle said

    und ich habe nur 3 volle Jahre meines Lebens in Koblenz verbracht und den Rest in Berlin. Doch immer wenn ich über die Rheinbrücke fahre, dann denke ich „zu Hause“
    Aber komme ich von einer Reise wieder nach Berlin, denke ich wieder „zu Hause“
    Also wo ist jetzt mein zu Hause????

    • Wortman said

      Die Frage kannst nur du alleine beantworten. Da wird es etwas schwierig 😉

      • Mohrle said

        ich schätze mal, daß ich wirklich in beiden „Ländern“ zu Hause bin…deswegen pendel ich ja immer noch andauernd und verbringe dort viel Zeit 😉
        Wobei ich sowieso gerne reise :…mh…*grübel*
        Mein Vater sagte mal, daß vorfahren von uns Beduinen waren *noch mehr grübelt* 😉

  22. Elisabeth said

    Hm, der Mensch ist dort zu Hause, wo sein Herz zu Hause ist, wo er liebt… Das ist bei dir eindeutig in Bayern! 🙂

  23. amandazwo said

    Das klingt ungewöhnlich, aber schön :).
    Gruß A2

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