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Für Sci Fi Autoren

Posted by Wortman - 12. Oktober 2012

Was man heute als Science Fiction beginnt,
wird man morgen vielleicht als Reportage zu Ende schreiben müssen.

Norman Mailer

14 Antworten zu “Für Sci Fi Autoren”

  1. tausendundeineblume said

    Guter Spruch, volle innere Zustimmung von meiner Seite.

    Ich empfinde es auch z.B. bei Kinofilmen so, dass es meist einen Grund gibt, warum ein Thema vom Entwurf her „aufgeschnappt“ und zu einem Film gemacht und in die Öffentlichkeit gebracht wird, wo das Thema dann wieder etwas mit jenen macht, die den Film sehen und sich dort weiter entwickelt. Es sind Prozesse, in die viele wenn nicht gar alle involviert sind. Gleiches mit Musik, Theater, was weiß ich… Bei allen Kunstformen kann der Künstler die inneren Fenster für eine andere Ebene öffnen und herein lassen, was grad für viele inspirierend wirken wird.

    • Wortman said

      Das mit dem „Aufschnappen“ hat aber eher etwas mit sogenannten freien bzw. Independant-Filmen zu tun. Der „normale“ Kinofilm von heute zeigt doch nur noch irgendwelche verfilmten Bücher oder spezielle Themen, die grade mal in sind.

      • tausendundeineblume said

        … spezielle Themen, die gerade mal in sind. Warum sind diese Themen gerade IN? Woher kommen diese Strömungen? Das meine ich auch damit.

        Sicher betrifft es nicht alle Filme. Aber warum nicht auch Literaturverfilmungen? Was fallen mir für Beispiele ein? Avatar, Extrem laut & unglaublich nah, Kokowääh…

        • Wortman said

          Schweiger-Filme sind bei mir tabu 😀 Ich mag den Typ nicht sonderlich.
          Es gibt leider nicht gerade viele wirklich gute Literaturverfilmungen.

          Schau dich um – Internet-, Alkohol- und Spielsucht werden immer mehr. Da lassen sich genügend filmische Ideen ausarbeiten. Ob sie dann wirklich ankommen, steht auf einem anderen Blatt.

          • tausendundeineblume said

            Du siehst den oben zitierten Ausspruch also mehr im Hinblick auf Negativ-Szenarios, verstehe ich dich richtig?

            Ich denke nicht, dass sich Süchte, welcher Art auch immer, per Film verändern lassen, obwohl Denkanstöße auf diesem Weg natürlich möglich sind.

            • Wortman said

              Das kann man so nicht sagen. Gibt es überhaupt sogenannte Negativ-Szenarios? Ich meine, dass der Mensch die Erde langsam kaputt macht ist sonnenklar und wird ja schon als relativ selbstverständlich hin genommen…

              Denkanstöße… da gibt es wohl kaum Filme, die wirkliche Denkanstöße vermitteln. Wo mein Kopf wirklich gerattert hat und viel darüber nachgedacht hatte, war der Film „The Fountain“ und die Botschaft da drin.

            • tausendundeineblume said

              Hm, mir scheint, wir haben hier eine so konträre Denkweise oder auch Weltsicht, dass es schwierig wird, gegenseitig verständlich zu kommunizieren.

              „The Fountain“ war mir bisher fremd, hab auf Wikipedia was drüber gelesen. Klingt interessant, aber die Moral von der Geschicht, die dort steht: Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels (der Baum des ewigen Lebens), sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. entspricht mir nicht. Natürlich kann man das auch so sehen und das eine ist nicht mehr gültig als das andere.

      • Wortman said

        Wenn zwei total einer Meinung sind, wird es sehr schnell langweilig 😉 Worüber will man dann noch diskutieren?
        Ich finde gerade diese „Moral der Geschicht“ so interessant. Warten auf ein Superheilmittel… nun, da werden wahrscheinlich vielleicht mal die Enkel unserer Urenkel von profitieren. Wobei ich sagen muss, ich halte es für keine gute Idee, ein Allhrilmittel. eine Unsterblichkeitsformel zu finden. Sie zu finden bedeutet gleichfalls, den Untergang der Menschheit einzuläuten. Wenn nicht mehr gestorben wird, wird auch nichts mehr nachkommen, da es keinen Platz mehr gibt. Dann könnten Szenarien wahr werden wie z.B. bei „THX 1138“ oder „Soylent Green“.

        • tausendundeineblume said

          Da geb ich dir grundsätzlich recht, dass unterschiedliche Ansichten zu gegenseitig befruchtendem Austausch führen können. Voraussetzung dafür ist aus meiner Sicht, dass einer dennoch auf den anderen eingehen kann und sich einlassen möchte, anstatt sich einfach die eigene Sicht um die Ohren zu hauen, wenn man das so nennen möchte.

          Meinen Gedanken mit dem Potential von Kinofilmen für das Kollektiv der Menschheit hast du mit ein paar Worten „vom Tisch gewischt“:
          Schweiger-Filme sind bei mir tabu. Ich mag den Typ nicht sonderlich. Kann vorkommen, ich mag auch nicht alle. Und sonst, andere Filme?
          Es gibt leider nicht gerade viele wirklich gute Literaturverfilmungen. Was wäre für dich eine gute Literaturverfilmung im oben genannten Sinne, den ich anschnitt?

          Was ich die „Moral von der Geschicht“ genannt hab, nennst du die Botschaft des Films. Ist doch unterm Strich das gleiche, oder was meinst du? Ich meinte bei der „Moral von der Geschicht“ kein Allheilmittel und keine Unsterblichkeitsformel. Mir geht es mehr um das, was jeder Einzelne für sich aus den – häufig nicht optimalen Lebensumständen um sich herum – machen kann, das Potential, das darin liegt, „schlechte“ Umstände für sich im eigenen Leben zu transformieren, es umzukehren im Sinne von: Gibt dir das Leben eine Zitrone, mach Limonade draus.

          Ewiges Leben im Körper entspricht nicht meiner Weltsicht. Ich glaube an Reinkarnation und damit echte Entwicklungschancen für das einzelne Individuum, in immer neuer Kulisse, unter verschiedensten Umständen, sein Leben neu zu meistern und wirkliche Weisheit zu entwickeln. Die Sicht Wenn nicht mehr gestorben wird, wird auch nichts mehr nachkommen, da es keinen Platz mehr gibt. ist mir ein bisschen zu eindimensional, zu platt gedacht und gesehen. Gestorben wird aus meiner Sicht auch weiterhin werden. Die Frage ist dann nur: Was ist der Tod wirklich? Ist damit alles zu Ende oder geht es nachher weiter und in welcher Form?

          „THX 1138“ und „Soylent Green“ sagen mir nix.

          Gruß
          Marion

      • Wortman said

        Logisch gehört das zu einer funktionierenden Unterhaltung dazu, dass man auf die „Gegenargumente“ eingeht und nicht nur starr sein Ding durchzieht. Dann wäre es ja ein Monolog und kein Dialog.

        Ich mag sehr viele Filme. Die hier nur ansatzweise aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Sachen wie „Die Weisheit der Krokodile“, „Die Päpstin“ oder „Der Namen der Rose“ sollten da genügen.
        Sehr gute Literaturverfilmungen sind z.B. Henry V. oder Hamlet von und mit Kenneth Branagh.

        Da haben wir uns wohl etwas missverstanden. Was du sagst mit der Zitrone und der Limonade ist im Grunde genau das, was ich immer sage: Denke positiv und versuche bei allem was negativ ist, ebenfalls den positiven Kern zu finden.

        Mit dem „kein Platz für neue Menschen“ bezog ich mich eigentlich auf die Realität. Ich bin auch Anhänger der Reinkarnation, aber das ist etwas anderes, als das was ich oben andeutete.
        Jemand sagte mal, man wird so lange wiedergeboren, bis man alle Fehler des Vorlebens ausgelöscht hat. Erst dann wird man die „ewige Ruhe“ finden.

  2. Science Fiction, die von sich behauptet, über die Zukunft zu schreiben, sieht nach 20 Jahren grundsätzlich komisch aus. Im besten Fall erzählt SF von der Gegenwart, im schlimmsten sind es Heldenepen mit Raumschiffen und Laserschwertern. Eigentlich finde ich die Reportage-gefährdeten Romane weit interessanter als die, die angeblich 2000 Jahre in der Zukunft spielen.

    • Wortman said

      Willkommen auf meinem Blog, Heidrun.
      Das stimmt natürlich mit diesen „ehemaligen“ Zukunftsromanen 😉 Einiges der uralten Filmen ist heute ja schon Realität.

      Gut gesagt mit diesen „Reportage-gefährdeten“ Sachen 🙂 Das ist weitaus nachvollziehbarer als eben solche Sachen, die noch in weit ferner Zukunft spielen.

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