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Begrabt mein Herz am Wounded Knee

Posted by Wortman - 30. März 2014

Am 29. Dezember 1890 töteten Soldaten des 7. US-Kavallerieregiments erbarmungslos Männer, Frauen und Kinder der Lakota-Sioux-Indianer bei Wounded Knee in South Dakota. Das Massaker markiert das Ende der jahrhundertelangen, aussichtslosen Kämpfe der Indianer gegen die weißen Besetzer. Das preisgekrönte TV-Drama nach dem gleichnamigen Buch von Dee Brown zeigt die letzten Jahre der Indianerkriege in Amerika aus drei ganz unterschiedlichen Perspektiven.

14 Jahre vor dem Massaker bei Wounded Knee stellt sich Sitting Bull, Häuptling der Lakota-Sioux, mutig gegen die US-Regierung und geht mit seinem Widerstand in die Geschichte ein. Das Vordringen der weißen Siedler in den Wilden Westen hat den amerikanischen Ureinwohnern Vertreibung, Hunger, Tod und Ausrottung gebracht. In der Schlacht von Little Bighorn im Jahr 1876 können die Sioux unter Führung von Sitting Bull mit ihren verbündeten Stämmen einen blutigen Sieg gegen die Truppen von General Custer erringen.

Der in einem Reservat aufgewachsene Sioux Charles Eastman hingegen setzt auf ein friedliches Miteinander. Als erster Indianer mit abgeschlossenem Medizinstudium will er gemeinsam mit seiner Frau, der weißen Lehrerin Elaine Goodale, die Bedingungen in den Reservaten verbessern. Verantwortlich für die Indianerpolitik dieser Zeit ist der republikanische Senator Henry Dawes. Er setzt sich für die Assimilation der Indianer ein und will ihr Land in individuelle Parzellen aufteilen. Doch die Erde zu besitzen ist für Indianer eine geradezu absurde Idee – in der indianischen Kultur gibt es noch nicht mal ein Wort für Grundbesitz. Ihr Leben wird sich für immer grundlegend ändern.

Die berührende TV-Adaption von Dee Browns gleichnamigem Bestseller aus dem Jahr 1971 wurde 2007 mit sechs Emmys ausgezeichnet.

4 Antworten to “Begrabt mein Herz am Wounded Knee”

  1. Dee Brown’s Bestseller ist aber eigentlich eher ein Sachbuch – wenn auch ein sehr erschütterndes…

  2. olivesunshine91 said

    Interessant – ich kenne den Begriff „Wounded Knee“ nur aus dem PC-Game „Bioshock Infinite“ (die Hauptfigur war bei Wounded Knee und ist danach ein bisschen durchgedreht). Ich glaub, den Film werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen, auch wenn ich ein bisschen Angst hab, dass ich mich nachher mal wieder für die „Weißen“ schäme.

    • Wortman said

      Wenn du den Film schaust, wirst du dich zu 100% für die Weißen schämen. Das gebe ich dir schriftlich. Der Film hat seine Preise wirklich verdient.
      Das Massaker am Wounded Knee war übelster Art. Über 300 Männer, Frauen, Kinder, Greise und Kranke wurde von der Kavallerie u.a. mit Maschinengewehren niedergemetzelt.

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