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Archive for the ‘Sagen / Aberglaube’ Category

Die Welt der Sagen, des Aberglaubens und der Legenden

Rubrik-Info

Posted by Wortman - 24. September 2009

Da ich ja nun seit ein paar Monaten in Bayern lebe und nicht mehr in Norddeutschland, wird sich auch der Inhalt der Rubrik „Sagen/Aberglauben“ in nächster Zeit dem neuen Umfeld anpassen.

Der letzte norddeutsche Eintrag ging um das Heilige Meer in der Niedergrafschaft Lingen. Für meine neue Heimat stehen schon einige Orte/Begebenheiten bereit, die ich im Laufe der Zeit bereisen  und fotografisch festhalten werde.
Das sind u.a.:
Der Waller aus dem Walchensee
Die Steinerne Agnes
Der Mur vom Staffelsee
Das Birgweibl
Die Tassilo-Linde
Der Teufel vom Lusengipfel
Die Teufelsküche bei Pitzling
Das Schulerloch
Die Schranzellöcher
Der graue Stein vom Wildbarren
Der Schatz im Leeberg
Der Schatz auf dem Hohenbogen
Die Geister der Rachelburg
Die Mordau

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Die Heilige Kümmernis

Posted by Wortman - 19. Juni 2009

Sie genoss seit Mitte 14. Jh. volkstümliche Verehrung und wird mit wallendem Bart und wie Jesus Christus gekreuzigt dargestellt. Zum Unterschied von Jesus ist die Kümmernis aber in prunkvolle Gewänder gehüllt und trägt einen Schuh.
Der Legende nach war die früher sehr populäre Heilige (ohne kirchlichen Kult) eine sizilianische oder portugiesische Prinzessin. Sie soll ca. 130 n. Chr. zum christlichen Glauben übergetreten sein und sich Jesus so verbunden gefühlt haben, dass sie es ablehnte zu heiraten. Ihr inständiges Gebet, so hässlich zu werden, dass der ihr zugedachte Mann sie zurückweise, fand Erhörung, und es wuchs ihr ein mächtiger Bart.

Ihr Vater, der davon Kenntnis erhielt, soll seine Tochter martern und mit Lumpen bekleidet ans Kreuz nageln haben lassen, damit sie ihrem himmlischen Bräutigam gleiche. Die Sterbende predigte drei Tage lang und bekehrte viele Menschen, darunter auch ihren Vater. Er ließ sie nun in kostbare Stoffe hüllen und errichtete nach ihrem Tod eine Sühnekirche.
Attribute der Heiligen sind Kreuz, Bart, Krone und ein silberner Schuh.

Kümmernis bot Anlass für viele Erzählungen.
Am bekanntesten ist wohl die Legende von einem bettelarmen Geiger, dem eine Figur der Heiligen einen ihrer silbernen Schuhe zuwarf. Der daraufhin wegen Diebstahls zum Tode verurteilte Musikant durfte vor der Hinrichtung noch einmal vor der Heiligenfigur spielen. Zum Beweis seiner Unschuld löste sich nun auch der zweite silberne Schuh vom Fuß der Heiligenfigur und kollerte bis zu den Füßen des Geigers.


Bild: T.R. aka Wortman
Quelltext zur Kümmernis: Beyars.com – Kunstlexikon

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The lost Colony of Roanoke Island

Posted by Wortman - 8. August 2008

1585 landeten die ersten englischen Siedler auf Roanoke Island, einer Insel vor der amerikanischen Ostküste des heutigen North Carolinas. Hunger, Streit und Differenzen mit den Einheimischen Indianern zwangen einen Teil der Siedler dazu, nach England zurück zu kehren um Hilfe zu holen.
1587 landete eine zweite Gruppe Siedler aus England auf der Insel, angeführt von John White. Sie fanden keinen überlebenden Siedler mehr vor.
117 Männer und Frauen, darunter auch Whites hochschwangere Tochter Eleanor Dare mit ihrem Mann. „Virginia Dare“ war die erste Engländerin, die auf amerikanischen Boden geboren wurde.

Was macht Roanoke Island so interessant?
Es ist die „Lost Colony“! Als White nach England segelte um den Nachschub für die Siedler zu organisieren, wurde er durch den Krieg gegen die Spanier und ihre Armada aufgehalten. Erst 1590 erreichte White erneut Roanoke Island. Doch die Siedlung war leer. Es gab laut Aufzeichnungen auch keinerlei Anzeichen für einen Kampf. In einem Baum fand White das Wort „Croatoan“ eingeritzt. Gefunden wurden nur ein paar eilig vergrabene Kisten. Von den Siedlern fehlte jede Spur. Auch Tote wurden nicht gefunden.
Das Schicksal dieser „Lost Colony“ ist bis heute ungeklärt.
Im Laufe der Zeit haben sich viele Mythen und Legenden um diese Kolonie gebildet.

Was das Wort „Croatoan“ angeht, so glauben einige, es handelt sich um den Namen eines Indianerdorfes, wieder Andere sagen, es ist der Name einer Nachbarinsel.
Wo genau diese Siedlung gestanden hat, lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren. Man geht davon aus, sie lag im nördlichen Bereich.

Theorien:
* 1709: Einheimische in der Gegend von Croatoan erinnern sich an weiße Vorfahren und haben eine Augenfarbe, die sonst unter Indianern nicht anzutreffen ist.
* um 1880: Der Forscher MacMillan trifft auf Indianer des Stammes der Pembrokes, die Englisch sprechen können und deutliche europäische Züge aufweisen.
* Heute wird angenommen, die ursprüngliche Gruppe Siedler sei getrennter Wege gegangen. Manche wurden von Einheimischen getötet, manche haben sich wohl verschiedenen Indianerstämmen angeschlossen. Warum sie dies taten und warum niemals persönliche Gegenstände oder Aufzeichnungen etc. gefunden wurden, bleibt bis heute unklar.

Heute:
Dem Geheimnis um Roanoke Island ist man bis heute auf der Spur: Seit Anfang 2008 wird der nördliche Teil der Insel mittels der sogenannten CART-Technik (Computer Aided Radar Tomography) untersucht. Diese Technik macht die dreidimensionale Bodenuntersuchung möglich.

Film:
Eine interessante, dem Geisterbereich zugeodnete Erklärung lässt der Film „The lost Colony“ mit Adrian Paul als Ehemann von Elenor Dare, auf die Zuschauer los. Demnach sind Geister von Wikingern, die einen Weg nach Walhalla suchen, für das Verschwinden der Siedler zuständig.
Klingt auf dem ersten Blick sicherlich abwegig, doch es ist eindeutig bewiesen, dass Wikinger zumindestens im Norden des heutigen Amerikas gelandet sind. Dort wurde eine alte Wikingersiedlung an der Grenze zum heutigen Kanada entdeckt.
Es ist nur ein Film, doch vielleicht nicht nur Fiktion.

T.R. aka Wortman

Quellen:
Archiv R.
Wikipedia
Country-Culture-Club.de
Wormser Zeitung

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Das heilige Meer

Posted by Wortman - 12. Juli 2008

In der Stadt zwischen Freren in der Niedergrafschaft Lingen und Ibbenbüren ist das Heilige Meer gelegen, ein weiter See, zweitausendfünfhundert Schritte im Umfange, von dem sagt man, dass es weder Holz noch Schiffe auf sich schwimmen lasse. Dort hat vorzeiten ein reiches Kloster gestanden, in dem es mehr weltlich zuging als geistlich, und lebten Abt und Konvent dem Sinnengenuss sonder Ordnung und Zucht. Da ist es durch des Himmels Zorn in einer grausen Wetternacht untergegangen und ein See an dessen Stelle getreten, des Wasser ist so hell und klar, dass man an sonnigen Tagen drunten noch des Klosters Türme erblicken kann. Manche Leuten wallen noch hin und holen dieses Wasser, gleichsam als ein geweihtes, zu heiligem Gebrauch. Bei Stürmen wirft das Heilige Meer noch immer Balken und Sparren des versunkenen Klostergebäudes an die Ufer. Der vorübergehende Landmann, der solche sieht, betet ein Vaterunser oder ein Ave.

Quelle: Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853

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