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Posts Tagged ‘Aristoteles’

Ein Zeitgenosse von Aristoteles: Adam!

Posted by Wortman - 25. September 2013

Jeder Mensch, der vor 5000 Jahren lebte, hat entweder überhaupt keine noch lebenden Nachkommen oder ist ein gemeinsamer Vorfahr aller heute lebenden Menschen

Adam lebte vor etwa 2300 Jahren – jedenfalls dann, wenn man ihn als den letzten gemeinsamen Vorfahren aller heute lebenden Menschen interpretiert. Das zeigen Simulationsrechnungen eines US – Forscherteams. Douglas Rohde vom MIT in Cambridge und seine Kollegen stellen ihr Modell im Fachmagazin Nature (Bd. 431, S. 562) vor.

Dass Adam somit ein Zeitgenosse von Aristoteles gewesen sein soll, erscheint auf den ersten Blick verblüffend. Aber bereits eine einfache Überschlagsrechnung zeigt, dass der letzte gemeinsame Vorfahr aller heute lebenden Menschen vor nicht allzu langer Zeit gelebt haben muss: Jeder Mensch hat zwei Eltern, vier Großeltern, acht Urgroßeltern und so weiter. Rechnet man 33 Generationen in die Vergangenheit zurück, erhält man bereits die Anzahl von etwa 8,6 Milliarden Urahnen. Das sind mehr Menschen als heute leben.

Und es sind erst recht sehr viel mehr Menschen als vor 33 Generationen – also vor etwa 1000 Jahren – lebten. Geht man zunächst vereinfachend von einer zufälligen Partnerwahl zwischen allen jeweils lebenden Menschen aus, dann müssen sich vor höchstens 1000 Jahren die Stammbäume aller heute lebenden Menschen so weit überlappt haben, dass mindestens ein gemeinsamer Vorfahr in den Stammbäumen aller heutigen Menschen auftaucht.

Rohde und seine Kollegen haben nun diese statistische Überschlagsrechnung in ihrem Modell um geographische und historische Fakten erweitert, insbesondere durch Berücksichtigung der großen Völkerwanderungen. Der Zeitpunkt, zu dem der letzte gemeinsame Vorfahr aller heutigen Menschen lebte, verschiebt sich dadurch weiter in die Vergangenheit – 2300 Jahre vor heute. Außerdem zeigt das Modell, dass jeder einzelne Mensch, der vor 5000 Jahren lebte, entweder ein gemeinsamer Vorfahr aller heutigen Menschen ist oder gar keine noch lebenden Nachkommen hat. Die Möglichkeit, dass er nur einige Nachkommen unter den heutigen Menschen hat, schließen die Forscher aus.

Man muss das Ergebnis der US-Forscher sorgsam von den Ergebnissen genetischer Untersuchungen unterscheiden. Wenn jemand in der Ahnenreihe eines Menschen steht, bedeutet nicht notwendigerweise, dass er genetische Gemeinsamkeiten mit seinem Nachkommen hat. Das liegt an der statistischen Natur der Mendelschen Vererbungsgesetze: Bereits in der sechsten Generation der Ahnenreihe eines Menschen existiert mindestens eine Person, die keine genetischen Gemeinsamkeiten mit ihrem Nachkommen aufweist. Das Ergebnis von Rohde und Kollegen widerspricht deshalb nicht der Theorie einiger Genetiker, wonach “Mitochondrien-Eva” – die Frau, von deren Genen alle heute lebenden Menschen abstammen – vor etwa 200.000 Jahren lebte.

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Wut

Posted by Wortman - 8. Juli 2008

Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer.

Aristoteles

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Aristoteles sagt auch…

Posted by Wortman - 18. April 2008

Man kann die Frage aufwerfen, ob Unrecht – erleiden und Unrecht – tun folgendes genügend auseinander gehalten ist: ist es möglich, was Euripides so überraschend ausgedrückt hat:

A: Die Mutter hab ich umgebracht, rasch ist’s gesagt.
B: Hast du’s – hat sie’s gewollt? Habt ihr es nicht gewollt?

Ist es in der Tat möglich, aus freien Stücken Unrecht zu leiden, oder ist es nicht möglich, sondern ist alles Unrechtleiden unfreiwillig, so wie alles Unrechttun freiwillig ist?
Und ist hier in jedem Fall nur die letztere oder nur die erstere Möglichkeit gegeben (und sonst nichts) – oder ist Unrecht leiden das eine Mal freiwillig und das andere Mal unfreiwillig?

Aristoteles
(Nikomachische Ethik)

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Aristoteles sagt…

Posted by Wortman - 16. April 2008

Ein Mensch mit sittlicher Grundhaltung kennt entweder schon Grundgegebenheiten oder er kann sie sich geistig aneignen. Wer sie aber weder hat noch erfassen kann, der höre die Verse des Hesiod:

„…Der von allem ist gut, der selber alles bedenket,
edel nenn ich auch jenen, der gutem Zuspruch gehorsam.
Aber wer selber nicht denkt und auch dem Wissen des anderen
taub sein Herz verschließt, der Mann ist nichtig und unnütz…“

Aristoteles
(Nikomachische Ethik)

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