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Posts Tagged ‘Hl. Kümmernis’

Die Heilige Kümmernis

Posted by Wortman - 19. Juni 2009

Sie genoss seit Mitte 14. Jh. volkstümliche Verehrung und wird mit wallendem Bart und wie Jesus Christus gekreuzigt dargestellt. Zum Unterschied von Jesus ist die Kümmernis aber in prunkvolle Gewänder gehüllt und trägt einen Schuh.
Der Legende nach war die früher sehr populäre Heilige (ohne kirchlichen Kult) eine sizilianische oder portugiesische Prinzessin. Sie soll ca. 130 n. Chr. zum christlichen Glauben übergetreten sein und sich Jesus so verbunden gefühlt haben, dass sie es ablehnte zu heiraten. Ihr inständiges Gebet, so hässlich zu werden, dass der ihr zugedachte Mann sie zurückweise, fand Erhörung, und es wuchs ihr ein mächtiger Bart.

Ihr Vater, der davon Kenntnis erhielt, soll seine Tochter martern und mit Lumpen bekleidet ans Kreuz nageln haben lassen, damit sie ihrem himmlischen Bräutigam gleiche. Die Sterbende predigte drei Tage lang und bekehrte viele Menschen, darunter auch ihren Vater. Er ließ sie nun in kostbare Stoffe hüllen und errichtete nach ihrem Tod eine Sühnekirche.
Attribute der Heiligen sind Kreuz, Bart, Krone und ein silberner Schuh.

Kümmernis bot Anlass für viele Erzählungen.
Am bekanntesten ist wohl die Legende von einem bettelarmen Geiger, dem eine Figur der Heiligen einen ihrer silbernen Schuhe zuwarf. Der daraufhin wegen Diebstahls zum Tode verurteilte Musikant durfte vor der Hinrichtung noch einmal vor der Heiligenfigur spielen. Zum Beweis seiner Unschuld löste sich nun auch der zweite silberne Schuh vom Fuß der Heiligenfigur und kollerte bis zu den Füßen des Geigers.


Bild: T.R. aka Wortman
Quelltext zur Kümmernis: Beyars.com – Kunstlexikon

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St. Anton bei Ratzenhofen

Posted by Wortman - 19. Juni 2009

Eine kleine. ehemalige Wallfahrtskirche aus dem Jahre 1715.

Ein Einsiedler hat diese Kirche ganz alleine von innen erbaut und ausgemalt. Er hatte wohl ein Faible für überaus bunte Farben.

Der barocke Hochaltar. Leider nicht gut zu erkennen ist das Mittelbild. Es zeigt St. Antonius, wie er das Jesuskind verehrt. Das Bild wurde 1712 von Johann Valentin Reischl gemalt.

Eine Besonderheit erwartet den Besucher in dieser Kirche: Das Bildnis der „Heiligen Kümmernis“. Eine Frau mit Bart, gekreuzigt wie Jesus, allerdings im Kleid mit silbernen Schuhen.

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