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Posts Tagged ‘Moral’

Moral von der Geschicht‘

Posted by Wortman - 14. Oktober 2013

Mädchen weich vom Wege nicht.
Bleib allein und halt nicht an,
traue keinem fremden Mann.
Geh’ nicht bis zum bitteren Ende,
gib dich nicht in fremde Hände.
Deine Schönheit zieht sie an,
und ein Wolf ist jeder Mann.
Merk Dir eines: In der Nacht
Ist schon mancher Wolf erwacht.
Weine um sie keine Träne!
Wölfe haben scharfe Zähne.

(aus: ZEIT DER WÖLFE)

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Moral

Posted by Wortman - 26. November 2012

Die Moral ist immer die Zuflucht der Leute, welche die Schönheit nicht begreifen.

Oscar Wilde

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Redeweisen und die Moral von der Geschicht‘

Posted by Wortman - 21. März 2008

Redeweisen einzelner Personen

Unterscheiden sich die Redeweisen eurer Figuren und Charaktere voneinander? Untersucht eure Geschichten, nehmt einen Dialog auseinander und prüft nach, ob der Leser allein durch das Gesagte unterscheiden könnte, wer gerade spricht. Berücksichtigt dabei Herkunft, Bildungsgrad, Standeszugehörigkeit, sprachliche Gewandtheit und so weiter. Diese Regel zieht sich wohl durch alle Sparten: Roman, Drehbuch, Hörspiel und so weiter. Prüft weiter nach, ob der Dialog– egal ob im Roman, im Drehbuch oder einer sonstigen Erzählung – die jeweilige Stimmung des Charakters wiedergibt. Handelt es sich um einen schrulligen Charakter, dann muss er auch schrullig sprechen. Handelt es sich um einen gebildeten Universitätsprofessor, dann lasst ihn auch gebildet sprechen! Unterbricht dieser Charakter vielleicht gern andere Personen beim Sprechen? Warum tut er das? Wenn ihr es nicht wisst, wie soll es dann der Leser wissen? Oder hat der Charakter eine bestimmte Phrase, die er immer wieder verwendet?

Die Moral von der Geschicht‘?

Viele Autoren glauben, ihr Drehbuch müsse zum Schluss noch die bekannte Moral von der Geschichte offenbaren, die mit dem Zeigefinger von der Leinwand herab gepredigt wird. Diese Autoren überlegen schon am Beginn der Geschichte, was genau sie mit dem Film aussagen wollen, welche Meinung sie zu diesem bestimmten Thema, um das ihr Drehbuch sich dreht, haben. Aber genau darauf darf man sich nicht versteifen. Die Aufgabe des Films ist es nämlich nicht, Ideen zu predigen, sondern Geschichten zu erzählen. Der Film soll unterhalten. Man darf sich nicht zur Aufgabe machen: „Ach, ich möchte jetzt ein Drehbuch schreiben, das sich gegen den Missbrauch von Drogen richtet, aber mir fällt einfach nichts ein.“
Sucht nicht nach moralischen Aspekten, sucht nach Ideen, einer Handlung, den moralischen Touch könnt ihr immer noch hinzufügen, wenn er nicht ohnehin ganz von allein kommen sollte. Geht das Thema lieber so an: Ein Mann lernt eine Frau kennen, doch bald findet er heraus, dass sie mit Drogen zu tun hat, sie nimmt sogar selber Drogen. Der Mann weiß jetzt nicht, wie er reagieren soll. Trennt er sich von ihr, obwohl er sich in sie verliebt hat, oder bleibt er ihr treu und hilft ihr, ihre Abhängigkeit zu bewältigen. Oder verfällt er selber der Drogensucht? Beantworte einfach diese Fragen und die Handlung nimmt seinen Lauf. Dass Drogen schlecht sind stellt sich dadurch von selbst heraus.

[Stephan Obermayr]
Erschienen in meiner Zeitschrift WortWelteN 03/2000

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