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Posts Tagged ‘Projekt’

Cam Underfoot CCXXVIII

Posted by Wortman - 19. September 2020

Wenn man schon mal auf Arbeit ist und Airline – Begleitung macht, muss ein Underfoot drin sein 🙂

Bild: T.R. aka Wortman

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Cam Underfoot CCXXVII

Posted by Wortman - 28. August 2020

Bild: T.R. aka Wortman

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Die Stäbe der Macht Teil 1

Posted by Wortman - 24. August 2020

Prolog

Die Schattenritter wurden besiegt!
Das Chaos löste sich auf.
Das Böse verschwand.
Das Leben kam zurück.
Die Liebe auch.
Die Welt wurde befreit.

Darkon sprach einen Bann aus.
Die Schattenritter wurden darin gefangen.
1000 Jahre Frieden.

Aus dem Buch der Prophezeihungen
1. Kapitel

 

1.
Der Magier

Es war ein lauer Sommerabend. Der Sonnenuntergang so schön wie nie. Thorkal, der Magier und Heiler, beobachtete den malerischen Himmel. Er war jetzt fünfzig Jahre alt. Ein Mann von großer, schlanker Gestalt. Sein langes weißes Haar hob sich leuchtend von seinen azurblauen Gewändern ab.
Seit dreißig Jahren wohnte er nun schon in diesem Turm, der an der Bucht von Wook auf einer Steilklippe stand. Zum Inneren des Landes schirmte ihn ein riesiges Waldgebiet ab. Wer zu ihm wollte, musste tagelang durch die Wälder reisen. Aber schon seit Wochen hatte niemand mehr den Weg zu ihm gefunden. Er las im Buch der Prophezeiungen.

6. Kapitel

Die Macht ist gebrochen.
Das Dunkle ist vergangen.
Die Thamor-Steine.
Ihr Licht strahlt hell.
Das Land wird beschützt.

Thorkal lehnte sich zurück.
„Die Thamor-Steine. Sie sind schon lange verschwunden. Aber auch ohne sie haben wir Frieden.“
Langsam erhob er sich, und stieg die Stufen zu seinem Schlafraum oben im Turm hinauf. Der Magier war müde.
Es ist seit ewigen Zeiten Frieden. Was sollte dies schon ändern können?
Mit diesen Gedanken schlief er ein.
Die Nacht brach herein und der Turm hob sich im glänzenden Mondlicht ab wie ein Finger, der jedem zeigen wollte, wie schön die Sterne leuchteten.

**

Der Reiter trieb sein Pferd im wilden Galopp durch die Felder, als wäre er vor jemanden auf der Flucht. Er hatte die dichten Wälder von Harmha durchquert und in der Nacht den Blutfluss erreicht. Der Fluss trug seinen Namen wegen der roten Wassergräser. Sie wuchsen so zahlreich, dass das Wasser in einem leuchtenden Rot schimmerte. Nachdem der Fährmann ihn übergesetzt hatte, erreichte der Mann im Morgengrauen das Dorf Dragor. Es lag am Rande des Drachengebirges. Den Legenden zufolge sollte immer noch ein Drache dort oben in den Gipfeln leben. In einem ewigen Schlaf.
Er ritt durch das Dorf und hielt schließlich an der Schmiede an. Borcus der Schmied, ein kleiner kräftiger Mann mit schwarzen Haaren, kam herausgelaufen.
„Hat Dich der Teufel gehetzt?“
„Nein, nein“, antwortete der Mann und glitt erschöpft vom Pferd herunter. „Ich bin in Eile!“
Der Schmied schüttelte den Kopf und schaute sich den Reiter genauer an. Solch eine Kleidung hatte er noch nie gesehen. Das machte ihn neugierig.
„Woher kommst Du Fremder?“
„Mein Name ist Caleb. Ich komme aus Maarl.“
Borcus zog verwundert die Augenbrauen hoch. Er kannte die Insel Maarl nur vom Hörensagen. Sie lag im Südosten von Wook.
„Aus Maarl? Was bringt Dich hierher?“
Caleb wischte sich den Schweiß von der Stirn.
„Ich bin ein Bote.“
„Wenn jemand solch eine weite Reise macht, muss es schon etwas Besonderes sein.“
„Mag sein. Du kannst mir aber bestimmt erzählen, wo ich den Magier Thorkal finde, oder?“
„Thorkal?“
Borcus setzte sich auf den großen Stein vor seiner Schmiede.
„Es sind noch zwei Tagesritte. Du musst gen Norden reiten. Zur Bucht von Wook. Sie ist von einer Steilklippe umgeben. Du kannst sie nicht verfehlen.“
Er gab dem Boten ein neues Pferd und wünschte ihm Glück. Der Schmied schaute ihm noch hinterher, bis er nicht mehr zu sehen war. Sofort lief er zum Dorfältesten und erzählte ihm alles.
Der Älteste stand auf, ging nachdenklich auf und ab.
„Schmied! Es wird Veränderungen geben!“

**

Es war Mittag. Thorkal stand auf seinem Turm und schaute über das Land. Sein Blick wanderte nach Osten. Er konnte das Drachengebirge sehen. Auf der Ostseite des Gebirges befand sich die Drachenburg, eine riesige schwarze Burg, die einst von Drachen bewohnt wurde. Heute mieden die Bewohner der Dörfer diese Burg. Niemand wagte sich in ihre Nähe. Nicht nur, weil sie glaubten, dort schliefe noch eines dieser Ungeheuer. Die Alten erzählten, dass die Seelen der Drachen noch in der Burg umherirrten und jeden töteten, der es wagte, ihre Ruhe zu stören. Unterhalb der Burg entsprang der Drachenfluss. Er floss nach Osten und mündete im Meer. Im Süden, hinter den riesigen Wäldern, lag der Grenzfluss. Man hatte ihn diesen Namen gegeben, weil er Wook wie eine Grenze in der Mitte teilte.
Während Thorkal seinen Blick weiter nach Westen wandern ließ, stiegen plötzlich Schwärme von aufgeschreckten Vögeln in die Luft.
„Irgendetwas rast durch den Wald. Ein Besucher scheint es nicht zu sein.“
Der Magier entschloss sich, erst einmal abzuwarten.
„Von hier oben kann ich es besser beobachten.“
Es dauerte nicht lange. Ein Reiter kam aus dem Wald heraus gejagt. Er hielt direkt auf den Turm zu.
„Es scheint, als könne mich da jemand nicht schnell genug erreichen…“
Mit diesen Worten machte Thorkal sich auf den Weg und stieg die Stufen hinunter. Unten angekommen dauerte es nur wenige Minuten, bis der Fremde ihn erreichte. Er trat dem Reiter entgegen.
„Mein Name ist Thorkal. Was führt Dich in dieser Eile zu mir?“
Caleb sprang von seinem Pferd.
„Endlich habe ich Euch gefunden. Silvaine, die Priesterin von Maarl, schickt mich. Ich bringe schlechte Nachrichten!“
Nachdem sie in den Turm gegangen waren, griff Caleb unter seinen Umhang und gab dem Magier eine Schriftrolle.
„Ihr müsst sie sofort lesen! Gebt mir dann eine Antwort, und ich reite sofort zurück zu meiner Herrin.“
Er nahm die Schriftrolle an sich, und setzte sich auf seinen alten Sessel.
„Was könnte so wichtig sein, dass ein Bote sich bald zu Tode hetzt, um mir diese Nachricht zu überbringen?”
„Ich weiß es nicht, Herr. Mir wurde nur gesagt, dass es schlechte Nachrichten seien und ich diese Rolle so schnell wie möglich zu Euch bringen solle. Mehr weiß ich nicht.“
Während Caleb sich das angebotene kleine Brot nahm, öffnete Thorkal die Rolle. Er lehnte sich in seinem Sessel zurück.

Meister Thorkal.

Die Zeit des Friedens neigt sich dem Ende zu.
Alle Zeichen besagen, dass die Auferstehung
der Schattenritter bevorsteht! Ihr wisst, was
das bedeutet! Macht Euch auf die Suche nach
den Thamor-Steinen. Nur sie allein können den
Schattenrittern Einhalt gebieten. In den alten
Schriftrollen heißt es, die Steine werden ihrem
Träger den Weg weisen. Doch wo Ihr sie finden
könnt, ist nicht niedergeschrieben. Wenn Ihr
meine Hilfe braucht, dann lasst es mich wissen.
Ich wünsche Euch viel Glück bei der Suche.

Silvaine
Priesterin von Maarl

Der Magier ließ den Brief fallen. Mit versteinerter Miene schaute er auf den Boten.
„Sage Deiner Herrin, ich werde mich auf die Suche machen!“
Der Bote verneigte sich und verließ den Turm. Draußen schwang er sich auf sein Pferd, hob die Hand zum Gruß und ritt mit hohem Tempo davon.
Thorkal kehrte vom Fenster zurück. Er setzte sich wieder in seinen Sessel.
Wie soll ich die Steine finden? Wo soll ich anfangen zu suchen? Ich weiß es nicht!

© 2000/2020 T.R. aka Wortman

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Die geheimnisvolle Insel Teil 11

Posted by Wortman - 25. Juli 2020

6
Der Schwarze Herzog

Es klopfte an der Kajütentür.
„Sir“, hörte Alexander Black die dumpfe Stimme, „es gibt neue Entwicklungen, die Farragut läuft aus.“
„Ich komme gleich!“, rief er und setzte sich im Bett auf, „hol Madame Isadora aus ihrer Kajüte und bring sie her.“
„Ai, Sir.“
Er hörte wie sich sein Adjutant Alou im Laufschritt entfernte und erhob sich. Ein schadenfrohes Grinsen überzog sein ebenmäßiges Gesicht. Alou war ein schwarzer Riese, den er aus der Gefangenschaft befreit hatte, aber vor Madame Isadora zitterte er, wie ein kleines Kind. Es bereitete ihm einen diebischen Spaß Alou immer wieder mit dieser Angst zu konfrontieren und ihm seine Überlegenheit zu demonstrieren.
„Los, Schlampe“, knurrte er das Mädchen in seinem Bett an und riss ihr das Laken weg, „verschwinde.“
Das Mädchen setzte sich schlaftrunken auf. Das Lacken rutschte von ihren Schultern und gab ihren nackten Körper frei. An einigen Stellen konnte man dunkle Blutergüsse und Kratzer sehen, die gerade verschorften.
„Aber Sir“, sagte sie.
Alexander schlüpfte gerade in die glänzend gewienerten Stiefel. Das silberne Haar fiel ihm ins Gesicht. Er hob den Kopf und seine seltsamen hellgrauen Augen warfen dem Mädchen einen Blick zu, der sie verstummen ließ.
„Du wagst es, das Wort an mich zu richten“, seine Stimme war scharf wie Glas. Er richtete sich auf. Mit geschickten Fingern nahm er sein Haar zusammen und band es in einem dicken Zopf zusammen. Das Mädchen sah ihn mit schreckgeweiteten Augen an, versuchte ihre Blöße mit dem Laken zu bedecken.
„Steh auf!“, er betonte jede Silbe.
Das Mädchen verließ das Bett. Zitternd mit gesenktem Kopf stand sie da. Das lange dunkle Haar reichte bist auf ihre Hüften.
„Glaubst du, weil ich dich gefickt habe, hat sich etwas an unserer Absprache geändert?“
Sie wollte gerade den Mund öffnen, als sie ein leises Geräusch hörte, den kalten Stahl spürte, der in ihren Körper eindrang. Beinahe geräuschlos sank sie zusammen.
„Ich hätte ihr doch die Zunge rausschneiden sollen“, murmelte Alexander.
Es klopfte.
„Ja?“
„Madame Isadora, Sir“, hörte er Alou.
Die Tür wurde geöffnet. Alou führte die Hexe in die Kajüte. Er blieb in sicherer Distanz. Bei jedem Blick, den sie ihm zu warf, machte er ein Kreuzzeichen. Alexander hatte ihm zwar erklärt, dass er schon längst seine Seele an den Teufel verkauft hatte, aber das änderte nichts an Alous Schrecken.
„Nun, Madame Isadora, wie ich sehe, geht es euch gut“, sagte Alexander mit einem süffisanten Grinsen. Er gab Alou ein Zeichen mit dem Kopf in Richtung des Mädchens. „Räum sie weg“, und zu Madame Isadora gewandt, „sagt was ihr braucht, der Rest geht an die Fische.“
Isadora zog die Augenbrauen hoch.
„Zunge, Augen, Ohren und ungefähr eine Flasche Blut“, zählte sie auf.
Alou zog den Dolch aus dem Herzen der Leiche, säuberte ihn mit einem Tuch und legte ihn seinem Herrn auf den Schreibtisch, dann hob er den leblosen Körper auf und brachte ihn hinaus. Armes Kind, dachte er, noch so jung, aber wenn der Herr sie braucht, um sich gut zu fühlen, wer bin ich ihn deswegen zu tadeln.
„Nun Madame Isadora, setzt euch.“
Alexander deutet auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. Die Hexe setzte sich.
„Bolger ist unter Segel und unterwegs. Nachdem, was mir berichtet wurde, scheint er nicht auf Kapertour zu sein.“
„Und ich soll euch sagen, wo er hin fahren wird?“, fragte die Hexe.
„Es geht um eine Karte. Das heißt, es handelt sich wahrscheinlich um eine Insel. Ein Schatz wäre zu banal. Da muss etwas anderes dahinter stecken.“
„Ich werde mich darum kümmern“, sagte Isadora. Sie stand auf und verließ die Kabine. Draußen im Gang stand Alou mit einer Schüssel voller Blut und einem Leinensack. Wortlos nahm die Hexe den Sack und die Schüssel und machte sich auf den Weg in ihre Kabine. Alou machte ein Kreuzzeichen als sie ihm den Rücken zukehrte.
In ihrer Kabine bereitete sie alles vor um einen Winddämon zu rufen. Mit dem Blut malte sie seltsame Zeichen und Worte auf den Kabinenboden. Ein Teil des Blutes goss sie zwischen die Worte am Boden. Danach mischte sie Blut und einige Zutaten in einem Becher und fing an in einer unbekannten Sprache zu singen. Isadora setzte sich auf den Boden, trank den Becher aus und mit schwingenden Armbewegungen sang sie weiter in dieser Sprache. Plötzlich erschien ein leichter Nebel über den Boden.
„Dämon, nimm diese Augen um zu sehen was ich sehen will.“
Damit warf sie die Augen des Mädchens in den aufkommenden Nebel. Darauf folgten die Ohren.
„Nimm diese Ohren, damit du hörst, was ich hören will.“
Zum Schluss warf die Hexe die Zunge auf den Boden.
„Nimm diese Zunge und spreche, was ich sprechen will.“
Der Nebel bekam Umrisse. Es wirkte wie eine dünne menschliche Gestalt. Die Hexe hörte mit dem Gesang auf.
„Reite mit den Winden und finde Bolgers Schiff. Ich sehe und höre was du siehst und hörst. Finde ihn schnell!“
Die Gestalt zerfiel und der Nebel entwich durch das geöffnete Fenster. Er verharrte kurz und verschwand in der Dunkelheit.
Die Hexe stand auf und machte sich auf den Rückweg zur Kapitänskajüte.
Isabell dachte an den die Quelle des Paradieses, die sich laut den Legenden dort befinden sollte. Niemand wusste davon, nicht einmal Alexander. Sie hatte dieses Geheimnis sorgsam mit einem Zauber verborgen. Einmal daraus trinken und ich könnte von allem frei sein, ging es ihr durch den Kopf, der Fluch, der mich an diesen Wahnsinnigen fesselt wäre gebrochen.
Die Hexe klopfte an die Kajütentür.

© Caroline Susemihl / T.R. aka Wortman

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