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Posts Tagged ‘Sage’

Fragment: Eine Legende

Posted by Wortman - 14. Oktober 2014

So manche Wahrheit steckt in alten Sagen und Legenden. Ab und an taucht solch eine Wahrheit wieder auf. Vor langer Zeit war es der Schattenkrieger Goban im Land Elemeré.

Die Legende vom Wolfskrieger hatte viele Seiten. Zum Einen wurde dieser Krieger als Mann gemalt mit einem Wolfsschädel als Helm. Zum Anderen wussten die Erzähler, dass es ein Kämpfer war, der ein Wolfsrudel um sich gescharrt hatte. Wieder andere glaubten, er wäre ein Mensch, der sich in einem Wolf verwandeln konnte.
Die Wahrheit sah anders aus…

König Gunter war besorgt! Nicht nur, dass die Orks im Königreich Anglesia immer dreister und vor allen Dingen gefährlicher wurden, auch die Horde trat vermehrt in Erscheinung. Irgendetwas schien sie alle anzutreiben.
Gerüchten zufolge sollte die Horde einen neuen Krieger haben, den man nicht unterschätzen durfte. Sollten sich die Gerüchte als wahr erweisen, dann war eine Legende wiederauferstanden:
Der Wolfskrieger!

Der König wollte keine Überraschung erleben und so schickte er einen Teil seiner Garde aus, um diesen Krieger zu suchen.
Im Südosten Anglesias waren die ersten Gerüchte aufgetaucht…

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Die drei heidnischen Jungfrauen auf der Auerburg

Posted by Wortman - 26. September 2009

Auf der Auerburg bei Oberaudorf haben einmal drei Schwestern gehaust. Man nannte sie „die drei heidnischen Jungfrauen“. Steinreich sind sie gewesen, so reich, dass sie das Geld nimmer zählten, sondern mit dem Metzen, dem Gefäß, mit dem die Bauern das Getreide maßen, abgeglichen haben, wenn sie es untereinander aufteilten, sobald sich wieder ein Haufen angesammelt hatte. Die jüngere von den dreien war von Geburt an blind. Die beiden älteren jedoch waren von so argem Geiz besessen, dass sie bei jeder Vermögensteilung die jüngste Schwester zu übervorteilen suchten. Und das gelang ihnen auf höchst einfache, wenngleich raffinierte Weise:
So oft nämlich für die zwei Geizhälse mit dem Metzen gemessen wurde, machten sie diesen gestrichen voll, und die blinde Schwester fuhr dann mit ihrer Hand über den Rand des Gefäßes, so das sie erkennen konnte, das richtig eingefüllt worden war. Kam die Blinde an die Reihe, so kehrten sie die Maßkanne um, so das die leichte Vertiefung von deren Boden oben war, und legten ein paar Taler drauf. So musste die Schwester meinen, das Maß sei bis an den Rand vollgefüllt.
Als nun wieder einmal Geldverteilung auf der Auerburg war, langte die Blinde wie zufällig nach dem für sie gefüllten Metzen und merkte den Betrug. Da tat die Überlistete einen fürchterlichen Fluch. Seitdem ist der ganze Schatz versunken, die Burg bis auf die Ringwälle untergegangen.

Dort, wo die alte Burg versunken, ist nur noch ein gewaltiger Steinblock stehen geblieben und heute noch zu sehen. Es ist der Helstein, der eine große Höhle einschließt, so heißt es. Nach außen ist nur die Öffnung eines Ganges sichtbar. Da drinnen jedoch geistert es sehr, und selbst herzhafte Männer erklärten schon vor Zeiten, sie getrauten sich da nicht hinein. Ab und zu erschien früher eine Jungfrau zu Pferde vor dem Eingang zur Höhle. Sie hatte einen schwarzen Hund dabei.

Das war wohl Hei, der Höllenhund, und die Frau war dann die Totengöttin. Vielleicht hausten dort im Auerburgfelsen noch mehr der Unterirdischen?

(Quelle: Max Einmayr, Inntaler Sagen, Sagen und Geschichten aus dem Inntal zwischen Kaisergebirge und Wasserburg, 1988)

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Das heilige Meer

Posted by Wortman - 12. Juli 2008

In der Stadt zwischen Freren in der Niedergrafschaft Lingen und Ibbenbüren ist das Heilige Meer gelegen, ein weiter See, zweitausendfünfhundert Schritte im Umfange, von dem sagt man, dass es weder Holz noch Schiffe auf sich schwimmen lasse. Dort hat vorzeiten ein reiches Kloster gestanden, in dem es mehr weltlich zuging als geistlich, und lebten Abt und Konvent dem Sinnengenuss sonder Ordnung und Zucht. Da ist es durch des Himmels Zorn in einer grausen Wetternacht untergegangen und ein See an dessen Stelle getreten, des Wasser ist so hell und klar, dass man an sonnigen Tagen drunten noch des Klosters Türme erblicken kann. Manche Leuten wallen noch hin und holen dieses Wasser, gleichsam als ein geweihtes, zu heiligem Gebrauch. Bei Stürmen wirft das Heilige Meer noch immer Balken und Sparren des versunkenen Klostergebäudes an die Ufer. Der vorübergehende Landmann, der solche sieht, betet ein Vaterunser oder ein Ave.

Quelle: Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853

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Oldenburger Wunderhorn

Posted by Wortman - 23. Juni 2008

Im Jahre 989 war Graf Otto von Oldenburg auf der Jagd im Barneführerholz. Er trennte sich von seinem Gefolge und stand plötzlich allein mit seinem Schimmel auf dem Osenberge. Der Graf war durstig und da trat eine schöne Fee aus dem Hügel heraus und bot ihm ein kunstvolles Jägerhorn an, aus dem er trinken sollte. Otto aber weigerte sich, weil ihm der Inhalt verdächtig vorkam. Da sagte die Fee: „Trinket aus, so soll es Euch und Eurem Land wohlergehen. Trinkt Ihr aber nicht, so wird Euer Grafenhaus in Zwietracht zerfallen!“
Graf Otto schüttete den Inhalt hinter sich, wobei ein paar Tropfen auf den Rücken seines Pferdes fielen und dessen Fell versengten. Als die Fee das leere Trinkhorn zurückverlangte, ritt der Graf davon.


Aufgang zum Osenberg von Hatterwüsting aus.


Aufgang zum Osenberg vom Barneführerholz aus.

Heute liegt das originale Wunderhorn im Museum von Kopenhagen. Im Schloss Oldenburg kann man ein Duplikat besichtigen.

Mehr Informationen zum Wunderhorn.

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